Biorhythmus berechnen:
   
Dein heutiger Biorhythmus
Dein Biorhythmus diesen Monat
 
 
Die Theorie:
 
Generelle Information über den Biorhythmus
 
Die 3 Zyklen und ihre Phasen
 Der physische Zyklus
 Der emotionale Zyklus
 Der intellektuelle Zyklus
 
Der Versorgungsrhythmus
 
Mehr Zyklen: Die innere Uhr
 
Die psycho-dynamische Rhythmik
 
 
 
Wieso sprechen wir vom Biorhythmus?
 
Der Organismus folgt gewissen Rhythmen, die sich im Laufe der Evolution als lebenswichtig erwiesen haben. Uns allen bekannt ist sicher der Tag-Nacht-Rhythmus oder auch der Sommer-Winterzyklus. Auch können sich einige den Einfluss des Mondes auf den Organismus vorstellen, da sie an bestimmten Vollmondtagen nicht schlafen können oder andere "Macken" haben. Die Natur bietet uns mit Ebbe und Flut wohl das grösste Schauspiel, welchen Einfluss der Mond auf die Erde und somit auch auf seine Lebewesen hat.
 
Aber was bezeichnen wir als Biorhythmus? 1906 veröffentlichte der angesehene Berliner Arzt Wilhelm Fliess seine Erkenntnisse auf diesem Gebiet unter dem Titel: "Der Ablauf des Lebens". Er fand heraus, dass der menschliche Organismus verschiedenen Rhythmen unterliegt, die eine enge Beziehung zu den Mondumlaufzeiten haben. Wer sie kennt, kann sein Leben besser planen und positiver gestalten. Wir unterscheiden 3 verschiedene Biorhythmen:
 
1. Physischer Zyklus = 23 Tage
 
2. Emotionaler Zyklus = 28 Tage
 
3. Intellektueller Zyklus = 33 Tage
 
Die Rhythmen lassen sich als Sinuskurven darstellen und beginnen am Tag unserer Geburt und halten unser gesamtes Leben lang an, bis wir sterben. Aufgrund der ständigen Verschiebungen der Kurven gegeneinander, können mal alle Kurven gleichzeitig auf dem höchsten bzw. auf dem tiefsten Punkt sein.

Die erste Hälfte des Zyklus ist immer die aufsteigende oder positive Periode. In dieser Phase befinden sich unsere Leistungskraft auf dem Höhepunkt. Dieses Hoch wird abgelöst durch die Erneuerungs- oder Erholungsphase, in der sich die Energien auf einem Tiefstand befinden. Der Körper ruht und bereitet sich auf die nächste positive Phase vor. Bildlich lassen sich die Zyklen wie auf dem Bild links darstellen.
 
Beginn, Umschlag und Ende der Rhythmen sind kritische Phasen, Tage, an denen man unkonzentriert ist, Leistungstiefs hat und emotional schlecht zugänglich ist. In diesen Zeiten befindet man sich nicht im Gleichgewicht und man wird anfälliger für Unfälle: Bereits 1939 bewies Schwing in seiner Dissertation an der technischen Hochschule in Zürich in einer Statistik von 700 Betriebsunfällen, dass die Zahl der Unfälle an kritischen Tagen das 7fache gegenüber gewöhnlichen Tagen betrug. So bestimmt die Fluggesellschaft Swissair die Flugdienste Ihrer Piloten nach deren Biorhythmus.
 
Eine Sterblichkeits-Statistik von 300 natürlichen Todesfällen zeigte, dass an kritischen Tagen 9x mehr Unfälle vorkommen, als an normalen Tagen. Der praktische Nutzen der Biorhythmik liegt in der Vorausberechenbarkeit von so genannten Hoch- und Tief-Leistungslagen.

Leistungsvorhersagen im Sport, im Berufsleben und bei Prüfungen sind durch entsprechende Terminierung beeinflussbar. In Japan werden die Arbeitsteams nach Kompatibilität im Biorhythmus zusammengestellt. Auch ärztliche, zahnärztliche Eingriffe, Operationen und Impfungen sollten im Einklang mit ihrem Biorhythmus stehen.

Grundsätzlich sind kritische Tage zu meiden. Eine Untersuchung von in der Literatur angegebenen Impftodesfällen ergab, dass fast alle Todesfälle nach Impfungen  eingetreten waren, die an einem kritischen Tag geimpft worden waren. Sie starben an einem der folgenden kritischen Tage.

 
 
Was sagen die 3 verschiedenen Zyklen aus?
 
Der physische Zyklus

Positive Phase
  • Man kann an allen körperlichen Aktivitäten teilnehmen, ohne fürchten zu müssen, sich zu überanstrengen.

     

Negative Phase

  • Nach dem 12. Tag ist Vorsicht geboten. Reaktionen sind verlangsamt. Es drohen Unfälle. Der 18. Tag ist besonders kritisch!

     

Aufstieg

  • Die Energie nimmt langsam wieder zu. Einige Menschen verspüren während der Aufwärtsbewegung zum Ende des Zyklus eine kurze Phase der Lethargie. Am besten man akzeptiert das einfach.

 

 
Der emotionale Zyklus

Positive Phase
  • Am 8. Tag erreicht die Kurve Ihren Höhepunkt. Jetzt ist man besonders emotional zugänglich. Danach fällt die Kurve ab und wechselt am kritischen 15. Tag in die negative Phase. Jetzt ist man angespannt, reizbar und überempfindlich und gerät leicht in Stress. An diesem Tag sind Unfälle wahrscheinlich.

     

Negative Phase

  • Sie erreicht am 22. Tag ihren Tiefpunkt. Dieses ist der schlechteste Zeitpunkt für Kontakte mit anderen. Man verbringt diese Periode am besten alleine.

     

Aufstieg

  • Langsam nimmt das Interesse wieder zu. Am 28. Tag, dem zweiten kritischen Tag reagiert man oft auf Kritik übertrieben und überempfindlich gegenüber jedem und allem. Das Denken wird durch den seelischen Zustand überschattet. Das Herz reagiert über den Kopf. Dieser Tag besitzt einen Zyklus von genau 14 Tagen und ist von daher gut zu merken.
     

 

 
Der intellektuelle Zyklus

Positive Phase
  • Am neunten Tag erreicht dieser Zyklus seinen Höhepunkt. Man ist besonders aufnahmefähig und es fällt einem leicht, mehrere Dinge gleichzeitig zu machen. Dieses ist eine gute Zeit um mit völlig Neuem zu beginnen.

     

Negative Phase

  • Am 18. Tag fällt die Kurve über die Grundlinie in die negative Phase. Man läuft Gefahr, falsche Entscheidungen zu treffen und man ist häufig geistesabwesend. Unter Umständen fällt es schwer, seine Gedanken zu artikulieren. Dieser Dieser Negativtrend setzt sich fort bis zum 26. Tag. Das Gedächtnis wird unzuverlässig und das Einschätzungsvermögen lässt einen im Stich.

     

Aufstieg

  • Idealer Zeitpunkt für das Studium liegen gebliebenen Materials, aber noch nicht der richtige Moment, mit etwas Neuem zu beginnen.

 
Der Versorgungsrhythmus
 
Die einzelnen menschlichen Organe unterliegen auch ihrem eigenen Rhythmus, dem Versorgungsrhythmus. Es gibt so genannte Maximalzeiten, in denen das jeweilige Organ auf Hochtouren arbeitet und mit maximaler Energie versorgt wird. Medikamente für bestimmte Organe sollten stets zu Ihrer Maximalzeit eingenommen werden.

Aus Beschwerden in bestimmten Körperregionen zu bestimmten Zeiten lassen sich aus der Maximalzeitenbestimmung Rückschlüsse auf das verursachende Organ ziehen. In der Sommerzeit ist die Differenz-Stunde natürlich abzuziehen.
 
Aber worauf basieren diese Erkenntnisse eigentlich? Nun - die klassische Akupunktur (ich war versucht das "Akku" zu schreiben...) geht von der Annahme aus, dass in den 12 Hauptmeridianen in unserem Körper ständig Energie fliesst, wobei innerhalb der Hauptmeridiane ein geschlossener Energiekreislauf besteht. Während 24 Stunden wird jedes Organ nacheinander für die Dauer von 2 Stunden maximal von Energie durchströmt (=Maximalzeit). Nebenstehendes Bild zeigt die chinesische Organuhr und sie zeigt auf, zu welcher Zeit welches Organ den maximalen Energiedurchfluss aufweist.

Symptome einer Gesundheitsstörung, die gehäuft oder regelmässig zu einer bestimmten Maximalzeit in Erscheinung treten, können auf eine Funktionsstörung jenes Organs hinweisen, das dieser Uhrzeit entsprich. So können Durchschlafstörungen, die regelmässig zwischen 23.00 und 1.00 Uhr auftreten einen Hinweis auf eine Funktionsstörung der Gallenblase geben, nächtliches Schwitzen zwischen 3.00 und 5.00 Uhr kann auf eine Funktionsstörung der Lunge hinweisen.
Menschen mit einer bestimmten Herzschwäche werden nachts zwischen 3.00 und 5.00 Uhr wach, weil sie schlecht Luft bekommen. Das Wasser im Körper hat die Lungenflügel erreicht und jetzt wo die Lunge auf Hochtouren zu arbeiten anfängt, wird man wach. Auch ist das die Zeit in der man zu Frösteln beginnt (die Haut gehört zum Subsystem der Lunge).
 

 
Ich will Dich nicht länger mit Details langweilen, hier die Zeiten mit den zugehörigen Organen:
 
05.00 - 07.00   Maximalzeit des Dickdarmes

Häufige Störungen: Magen Darminfektionen  oft aufgrund falscher Ernährung. Menschen mit gesundem Stuhlgang verrichten Ihr Bedürfnis in der Regel zwischen 6.00 und  7.00 Uhr morgens.
         
07.00 - 09.00   Maximalzeit des Magens

Häufige Störungen: Gastritis, Mageninfekte oft aufgrund falscher Ernährung. In der Zeit von 7.00 bis 9.00 Uhr erfolgt die Verdauung am reibungslosesten. Daher mag auch die Volksempfehlung morgens wie ein Kaiser zu essen rühren. Genau 12 Stunden später (19.00-21.00) arbeitet der Magen so gut wie gar nicht mehr. Die Nahrung verbleibt bis zum anderen Morgen im Magen und man steht morgens schon auf mit einem Gefühl der Sättigung. Daher sollte man nach 19.00 Uhr eigentlich keine Speisen mehr zu sich nehmen weil die Nahrungsmittel bei 37 Grad Celsius 12 Stunden Zeit haben zu gären und zu faulen.
         
09.00 - 11.00   Maximalzeit der Milz/Pankreas

Häufige Störungen: Erhöhter Blutzucker, Bauchspeicheldrüsenreizung. In dieser Zeit arbeitet die Bauchspeicheldrüse auf vollen Touren und setzt die meisten Enzyme frei. Daher ist in dieser Zeit die geistige Lernfähigkeit des Individuums am besten. Prüfungen in dieser Zeit finden optimale Bedingungen vor. Auch operative Eingriffe können in dieser Zeit am besten stattfinden, da Enzyme Entzündungen vorbeugen und die Wundheilung beschleunigen.
         
11.00 - 13.00   Maximalzeit des Herzens

Häufige Störungen: Herzinsuffizienz, Klimafaktoren zeigen ihre starke Wirkung! Nach einer Statistik treten in dieser Zeit die meisten Herzinfarkte auf. Da das Herz 24 Stunden lang kontinuierlich arbeitet, dient diese Zeit dem Herzen hauptsächlich als Regenerationszeit und es muss für diesen Zeitraum geschont werden. Körperlicher Einsatz, Stress, Operationen sind nicht zu verantworten. Entfernung von Weisheitszähnen in diesem Zeitraum entspricht einem ärztlichen Kunstfehler, da der Weisheitszahn zum Subsystem Herz/Dünndarm gehört.
         
13.00 - 15.00   Maximalzeit des Dünndarms

Häufige Störungen: Darminfektionen, oft aufgrund falscher Ernährung. In dieser Phase benötigt der Dünndarm eine optimale Blutversorgung. Zusätzliche Muskelarbeit ist jetzt nicht angesagt, da die daraus resultierende Blutverlagerung zu Verdauungsstörungen führt. die ältere Generation kannte diese Zusammenhänge noch in dem sie nach dem Essen bis 15.00 Uhr ruhte. Auch wurde uns als Kindern früher eingeimpft, nach dem Essen nicht schwimmen zu gehen, weil man wusste, dass nun das Blut für die Verdauung bereitgestellt werden muss.
         
15.00 - 17.00   Maximalzeit der Blase

Häufige Störungen: Blasenschwäche und Blasenentzündungen. Innerhalb dieses Zeitraumes wird in der Regel der meiste Urin ausgeschieden.
         
17.00 - 19.00   Maximalzeit der Nieren

Häufige Störung: Niereninsuffizienz. Die alte englische Sitte des 5Uhr-Tees dürfte hier ihren Ursprung finden *grins* - ein Teelein ist um diese zeit am Wirkungsvollsten!
 
         
19.00 - 21.00   Maximalzeit des Kreislaufs

Häufige Störungen: Herzerkrankungen und Wetterfühligkeit. Es ist die Zeit der Erholung und Entspannung der Hauptorgane.
         
21.00 - 23.00   Maximalzeit der 3-Erwärmer

Häufige Störungen: Fehlfunktionen im Hormonhaushalt. Es ist die Zeit der Regeneration der Endokrinen Drüsen. Ich erspare Dir Details - Du wirst schon wissen was es ist, wenn Du Probleme mit diesen Drüsen hast...
         
23.00 - 01.00   Maximalzeit der Gallenblase

Häufige Störungen: Gallengangsinfekte häufige Anfälligkeit wegen zu fettem Essen. Wird ein Arzt in dieser Zeit wegen Koliken zu einem Patienten gerufen, so kann er sicher sein, dass es die Gallenblase ist (gäll Ursi und Marlies).
         
01.00 - 03.00   Maximalzeit der Leber

Häufige Störungen: Hepatitis oder Probleme wegen zu grossem Alkoholgenuss. Das Entgiftungsorgan wird zu dieser Zeit sehr gut mit Alkohol fertig - was manchmal auch nötig ist ;-))) !
         
03.00 - 05.00   Maximalzeit der Lunge

Häufige Störungen: Atemwegserkrankungen  wie Asthma oder Bronchitis! Lungenwasser tritt besonders häufig auf und Faktoren wie Klima od. Wetter zeigen ihre Wirkung besonders stark.
         
         
Diese Liste ist insofern nicht vollständig, als sie die mit dem jeweils erwähnten Organ verbundenen, anderen Organe nicht weiter erwähnt. Wenn Du wirklich immer wieder zur gleichen Zeit Beschwerden hast lohnt es sich sicher, Dich genauer zu informieren!
         
       

 
Noch mehr Zyklen oder: Die innere Uhr
 
Im Laufe der Jahre wurden weitere Biorhythmen beobachtet ... uns allen bekannt sicher die "Innere Uhr":

Über Millionen von Jahren haben der menschliche Körper und alle Lebewesen eine bemerkenswert genaue biologische Uhr entwickelt, die z.B. unser Schlafen und Wachen reguliert. Auch die regelmäßig wiederkehrenden Leistungstiefs und Leistungshochs hängen mit den biologischen Rhythmen der Inneren Uhr zusammen, die nicht nur viele verschiedene Funktionen betrifft, sondern auch körperlich spürbar ist.

Die jüngste Forschung hat diese Beobachtung bestätigt und sogar herausgefunden, wo den die Innere Uhr genau ist!!! Bei Pflanzen scheint es mehrere innere Uhren oder "Schrittmacher" zu geben, die über die gesamte Pflanze verteilt sind. Ein übergeordnetes Zentrum konnten die Forscher bisher nicht ausmachen. Bei Tieren konnten deutliche Zentren für die Innere Uhr gefunden werden. Sie befinden sich im zentralen Nervensystem und zwar im Bereich der Gehirnregionen, die für das Sehen zuständig sind. 1972 haben Wissenschaftler den Ort der biologischen Uhr im menschlichen Gehirn lokalisieren. Es handelt sich dabei um zwei stecknadelkopfgrosse Trauben von Nervenzellen, genannt suprachiasmatischer Kern (SCN), die in der Mittellinie des Gehirns im Hypothalamus (Teil des Zwischenhirns)  direkt über den optischen Nerven sitzen.

Diese innere Hauptuhr aller Säuger regelt autonom und unabhängig von äusseren Reizen (wie z.B. dem Tageslicht) wichtige Parameter wie z.B. Körpertemperatur und den Wechsel von Ruhe und Aktivität und Schlafen und Wachen. Die Stoffwechselgeschwindigkeit  und Hormonausschüttung im Organismus passen sich rhythmisch dieser Hauptuhr an, sind jedoch zum Teil auch durch äußere Zeitgeber beeinflussbar. Es existiert noch ein weiterer dem suprachiasmatischen Kern untergeordneter Steuerungsort unserer inneren Rhythmik, die Zirbeldrüse (Epiphyse). Sie bildet die  Hormone zur Steuerung der Tages- und Jahreszeitrhythmen. Das bekannteste ist das Melatonin. Dieses Hormon wird nur nachts gebildet und hat einen klaren Jahreszeiten- Rhythmus. Je länger es draußen hell ist, um so weniger Melatonin wird produziert. An kurzen Tagen im Winter zirkuliert das meiste Melatonin im Blut.

Jede Änderung des Melatoningehaltes im Blut kann unsere Tagesrhythmen wie Schlafen, Wachen und Körpertemperatur verschieben. Es gibt noch weitere Hormone (z.B. Cortisol, das Wachstumshormon etc.), die unsere Innere Uhr stark beeinflussen können.

Aber wie funktioniert denn unsere Innere Uhr und warum habe wir überhaupt eine??? Biologische Uhren registrieren die Ortszeit und die Naturereignisse (wie z.B. Ebbe und Flut) sie erlauben Organismen sich auf ihre Umwelt einzustellen und einschätzen zu können, was als nächstes passiert. Der Anstieg des Cortisolspiegels beim Menschen, bevor er aufwacht ist z.B. nur durch die "Innere Uhr" zu erklären. Auf diese Weise wird der Stoffwechsel rechtzeitig angekurbelt, damit wir morgens sofort genug Energie haben, um den Tag beginnen zu können.

Organismen, die regelmäßige Veränderungen ihrer Umwelt voraussagen können, haben einen Überlebensvorteil. Eine Vorhersagbarkeit für lebende Organismen ist jedoch nur möglich, wenn die von Natur und Umwelt vorgegebene Zeitstruktur durch innere Uhren repräsentiert wird. Am intensivsten von allen Uhren wurde die Tagesrhythmik  untersucht. Die wichtigsten voraussagbaren Zeitstrukturen auf der Erde sind:

  • der Gezeitenzyklus (12,5 Std.)
  • der Tag-/Nacht-Zyklus (24 Std.)
  • der Mondzyklus (28,5 Tage)
  • der Jahreszyklus (365,25 Tage)

Die Innere Uhr kontrolliert das Verhalten und die Aktivitäten eines Organismus, so dass diese "zur richtigen Zeit" auftreten. Zum Beispiel koordinieren biologische Uhren, wann Männchen und Weibchen einer bestimmten Tierart fruchtbar werden, so dass der Zeitraum maximaler Fruchtbarkeit, z.B. in Form der Paarungszeit zusammenfällt. Und biologische Uhren führen auch dazu, dass einige Tierarten tagsüber aktiv sind, während andere nachtaktiv sind. Wenn ein Raubtier z.B. nachtaktiv ist, sorgt die biologische Uhr dafür, dass es auch wirkliche nachts "aufsteht", um sich auch seine Beute sichern zu können.

 
 
Die psycho-dynamische Rhythmik (nach Max Uray)
 
Max Uray machte weitergehende Untersuchungen der Rhythmen, denen der Mensch unterworfen ist. Dies ist ein sehr komplexes Gebiet und es ist nicht einfach, dies leicht verständlich zusammen zufassen, da die Abläufe sehr komplex sind! Trotzdem möchte ich versuchen, einige Zusammenhänge zu erläutern:

Wie bereits weiter oben erwähnt arbeitete die traditionelle Biorhythmik vom Beginn des 20. Jahrhunderts an mit drei Grundrhythmen, die man als körperlichen, seelischen und geistigen Rhythmus bezeichnete. Da einerseits die Naturwissenschafter mit Begriffen wie seelisch und geistig nichts anzufangen wussten, andererseits aber die Psychologen und Philosophen keine naturwissenschaftlichen Experimente durchführten und sich darüber hinaus alle drei nur sehr ungern zur ganzheitlichen Sicht des Menschen bekennen konnten, fristete die Biorhythmik bis in die Neunziger Jahre ein eher bescheidenes Schattendasein. Manche gewagten Theorien und Spekulationen seitens der unterschiedlichen biorhythmischen Schulen trugen zu keinem besseren Verständnis der energetischen Steuerung des Menschen bei.

 
Max Uray stellte 1990 mit seinem zweibändigen Grundlagenwerk "Biorhythmik – die neue Dimension" die herkömmliche Biorhythmik auf eine völlig neue Grundlage. Er fand heraus, dass die drei Grundrhythmen (körperlich, seelisch und geistig) nicht nur Schwingungen der drei feinstofflichen Körper (Energie, Emotional- und Mentalleib), sondern vor allem qualitative und quantitative Veränderungen unserer Lebenskraft darstellen.
 
Wir beziehen ja einen Grossteil unserer Energien aus dem Sonnensystem. Schon die Mechanik weist darauf hin, dass Kräfte nur am Schwerpunkt eines Körpers ansetzen können. Der Punkt, von dem aus wir Energien empfangen, ist der Schwerpunkt des Sonnensystems, der seine Lage durch die Planetenbewegungen allerdings ständig ändert. Der Punkt, in dem wir diese Energien empfangen, ist der natürliche Schwerpunkt des Menschen, das sogenannte "Hara" (Erdmitte). Dieser Schwerpunkt befindet sich ungefähr 5 cm unter dem Nabel in der Bauchmitte, knapp vor der Wirbelsäule. Von dort aus verteilen sich die Energien im Körper, wobei ein beachtlicher Teil in den Kopf steigt. Die Lebenskraft ermöglicht nämlich nicht nur das organische, sondern natürlich auch das Bewusstseinsleben des Menschen.
 
Max Uray zeigte auf, dass die drei Grundrhythmen den drei Bewusstseinselementen (Wollen, Fühlen, Denken) entsprechen. Wie uns die Chaos Forschung erklärt, benötigt man zum Aufbau und zur Stabilisierung lebendiger Prozesse stets drei unterschiedliche Kräfte, die aufeinander einwirken und so verschiedene Formen hervorbringen, die sich dann in bestimmten Mustern (Fraktale) zeigen. Durch Rückkoppelung entsteht in jedem lebendigen System ein sich selbst steuernder, sich am Leben erhaltender und sich optimierender Regelkreis, der in sich intelligent ist. Und genau so läuft auch in unserem Bewusstsein ein sich selbst regulierender Prozess ab – der Lebensprozess -, der auf einem Sensorium (Fühlen), einem Regulativum (Denken) und einem Motorikum (Wollen) beruht – den drei bekannten Elementen, wie sie die Biokybernetik beschreibt.
 
Durch das Zusammenwirken der drei Grundrhythmen (Interferenzrhythmen) entsteht eine 7fältige Schwingung, die in drei Kategorien gegliedert ist und für den Energiehaushalt sowohl unserer leiblichen, wie auch seelischen Seite verantwortlich ist. Nicht nur unsere Kräfte und Körperfunktionen, sondern auch unsere Bewusstseinsfunktionen mit ihren unterschiedlichen Qualitäten, die spezifischen Lebensabschnitte, alle unsere Potentiale und Anlagen, die psychosomatischen Auslösungen und Übertragungen, die Steuerung des Hormonhaushalts, unser Reifeprozess – kurz und gut – unser gesamter Lebensprozess in allen seinen Bereichen läuft nach einem feinst geregelten, inneren Plan ab. Diese Plan, der zwar individuell geprägt, prinzipiell jedoch für alle Lebewesen auf unserer Erde einheitlich ist, beruht auf energetischen Umschaltprozessen. Diese Impulse kann die neue Biorhythmik aufzeigen.
 
Verlassen schon die drei Funktionsrhythmen, die aus dem Zusammenwirken je zweier Grundrhythmen resultieren – Stoffwechselfunktion (chemisches Prinzip, Wärme), Kreislauffunktion (physisches Prinzip, Bewegung) und Nervenfunktion (elektronisches Prinzip, Information) – durch ständige Veränderung ihrer Amplituden und durch Phasensprünge den gleich bleibenden Schwingungsablauf der drei Grundrhythmen, so zeigt der von Max Uray neu aufgedeckte und beschriebene siebente Rhythmus völlig andere, zum Teil sehr komplizierte Eigenheiten. In seiner Ablaufzeit von 21.252 Tagen findet sich nicht nur das geometrische Mittel der Umlaufzeiten aller sichtbaren und unsichtbaren Planeten des Sonnensystems, sondern auch eine Parallele zum "Chiron", einem von den Astrologen postulierten Planeten. Diese 58,2 Jahre entsprechen genau fünf Sonnenfleckenzyklen und 10 Zellerneuerungszyklen. Die Wirkung dieses prozessualen Rhythmus zeigt sich im Bereich der menschlichen Reifung, in Fortschritt, Hemmung und Rückschritt im Leben, in manischen und depressiven, genauso aber in introvertierten und extrovertierten Phasen. Man kann ihn somit als "evolutiven" Rhythmus bezeichnen. Der "Lebensfaden" des Menschen wird also nicht zufällig, sondern trotz aller Variationen und Vielfalt geregelt "abgespult".
 
Die psycho-dynamische Rhythmik, wie Max Uray die neue Biorhythmik zutreffend bezeichnet, kann nicht nur auf einfache Weise verblüffende Aussagen über die grundsätzlichen Potentiale eines Menschen in verschiedenen Bereichen machen (und wie sich diese Potentiale zeitlich verändern), sondern auch auf wesentliche energetische Aspekte im zwischenmenschlichen Bereich hinweisen. Dadurch sind ihre Anwendungsmöglichkeiten praktisch unbegrenzt. Ob im Berufsleben, im Freizeitbereich oder in der Familie – überall spielen energetische bzw. magnetische Faktoren wie Sympathie oder Antipathie, Anziehung oder Abstossung, Spannung oder Harmonie, Übereinstimmung oder Opposition, Verstärkung oder Ergänzung eine ausschlaggebende Rolle.
 
Die Vorteile der psycho-dynamischen Rhythmik liegen auf der Hand: Im individuellen Bereich verhilft sie zu mehr Selbsterkenntnis. Die innere Verfassung und Bewusstseinslage, wird rational fassbar und verständlich darstellbar. Was sich im Menschen in energetischer Hinsicht abspielt, kann man erkennen und verstehen. Es ergibt sich dadurch ein ganzheitlicher Zugang zum "inneren Menschen", der sich durch diese einfache Darstellungsmöglichkeit hervorragend zur Ergänzung und zum tieferen Verständnis für wissenschaftliche und grenzwissenschaftliche Disziplinen eignet. Im sozialen Bereich verhilft sie zu einem besseren Verständnis der Mitmenschen. Um wirklich Nutzen daraus zu ziehen muss man sich aber wohl entweder selber intensiv damit befassen und die eigenen Zyklen kennen lernen, oder aber professionelle Hilfe zu Rate ziehen.

 

Wenn Du mehr darüber wissen möchtest findest Du hier eine 20seitige pdf (Acrobat Reader) Datei zu diesem Thema! Du kannst sie runterladen oder einfach ansehen oder ausdrucken, wie Du möchtest!

 
Nachdem ich mich ziemlich mit diesem Thema befasst habe muss ich ehrlich gestehen: Es wundert mich eigentlich, dass ich überhaupt noch am Leben bin ;-) ! Eigentlich mache ich nämlich fast alles falsch! Na ja - wahrscheinlich überwiegt schlussendlich die alte Weisheit: Unkraut vergeht nicht!!!

 
 

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